1.000km für 1.000m: Auf den Kilometer genau die Strecke, die unsere Mannschaften vom Hochschulrudern der Universität Konstanz an die Startlinie der Régataïades de Nantes zurückgelegt haben, um sich dann auf den folgenden 1.000m im Ruderboot mit der internationalen Uni-Konkurrenz zu messen.

Der Einladung der Partneruni folgend machten wir, 20 Sportlerinnen und Sportler der Studentengruppe, uns am Donnerstag auf den weiten Weg Richtung Atlantikküste. Zum Glück ohne Hänger, da unsere französischen Gastgeber freundlicherweise Boote für uns für Training und Rennen bereitstellen konnten.

Nach dem ersten Vertrautmachen mit den Booten am Freitagmorgen und einer Trainingseinheit auf der Erdre, hatten wir anschließend die Gelegenheit, nicht nur zu beobachten, wie ein Albano-System vorbereitet wird, sondern vor allem die Rudermannschaft der Universität Nantes kennenzulernen. Anschließend ging’s nach Wahl entweder an den Atlantik inklusive Baden im kalten Meer und Muscheln essen, oder auf Entdeckungstour durch die Innenstadt Nantes mit dem Château des ducs de Bretagne, einer kleinen Dusche des Elefanten der Machines de l‘île und leckeren Crêpes.
Am ersten Regattatag wurden dann die 1000m in Vorläufen und Finals gegen Teams aus Frankreich, Serbien, Ungarn und der Schweiz gefahren. Dabei hat sich für die Konstanzer das Training der letzten Wochen und Monate bezahlt gemacht: Mit dem Fokus aufs Skullen konnten sich unsere Doppelvierer bei Frauen, Männern und Mixed jeweils den Pokal sichern, bei den Männern noch zusätzlich Silber und mit einem weiteren Frauen 4x auf dem Siegertreppchen.

Auch aus Zuschauer-Sicht konnte sich niemand beklagen: Von einer Brücke war die gesamte Regattastrecke gut zu sehen (und zu filmen), das Wetter überraschte positiv fast ohne Regen, mit mässigem Wind, geringer Sonnenbrandgefahr und natürlich spannenden Rennen mit der ein oder anderen knappen Entscheidung.
Während wir uns auf der Rennstrecke ins Zeug gelegt haben, kann bei der Party-Organisation wohl niemand dem Team der Uni Nantes etwas vormachen: DJ, Bier und die klasse Stimmung mit den anderen Teams hätten wohl schon für einen wunderbaren Abend gereicht. Aber unsere Gastgeber haben das volle Programm aufgefahren und uns gezeigt, wie man bei ihnen so feiert: mit Feuerwerk, Verköstigungen von Froschschenkeln und Schnecken, 2 Floors in Club- und Ergoraum, und Sandwiches und Kuchen, die auf der Tanzfläche serviert wurden. Neu kennengelernt haben wir außerdem die Partyeinlage, bei der man sich „rudernd“ auf den Boden setzt, und jeder, der sich dem Boot („im Bug“) anschliessen möchte erst mal per stage dive vom „Heck“ aus dorthin transportiert wird. Kurzum: Nantes ist nur einmal im Jahr und wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. So wie wir wohl auch den anderen Gästen, da sich unser Sticker-Vorrat deutlich reduziert hat und an diesem Abend wohl auf fast jedem Pulli und T-Shirt das Logo des Hochschulruderns Konstanz zu finden war.
Etwas müde, aber nicht weniger motiviert ging es am Sonntag wieder aufs Wasser – dieses Mal dann schon 500 m nach dem Start über die Ziellinie. Ähnlich erfolgreich wie am Vortag können wir auch für die kürzeren Sprints 3 Pokale mit nach Konstanz nehmen. Einziger kleiner Wermutstropfen: Der außer Konkurrenz startende Alumni 4x, der sich eigentlich einen Platz im A-Finale erkämpft hatte, durfte dort nicht starten, da die Regattastrecke für die 500m auf drei Bahnen begrenzt ist.

Stattdessen gab es noch in einer weiteren Bootsklasse ein Konstanzer Boot anzufeuern: Von den Erfolgen beflügelt wurde spontan ein Mixed 8+ nachgemeldet, der direkt auf dem zweiten Platz gelandet ist.
Ebenso noch kurzfristig in einem weiteren Boot: eine Konstanzerin auf dem Steuersitz des ungarischen Semmelweis-Mixed-Achters.
An dieser Stelle nicht vergessen werden darf ein höchstes Lob besonders an die Organisatoren und die Köche, die der französischen Küche alle Ehre gemacht haben. Vielen Dank auch an die zahlreichen Helfer, die uns drei Tage rundum wunderbar versorgt haben. Vom Milchkaffee und schon geschmierten Baguette zum Frühstück bis zum Abendessen vom Grill mit Ratatouille ließen es sich die hungrigen Ruder*innen das ganze Wochenende gutgehen.
Außerdem geht ein großes Dankeschön an EUniWell, die uns bei der Finanzierung dieses Trips unterstützt haben.
Wir werden also sicherlich gerne an dieses Regatta-Wochenende zurückdenken, und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Ergebnisse:
1000 m (Samstag)
SF 4x: 1. Platz für Susanne, Silke, Sophie, Anna
3. Platz für Amélie, Ella, Judith, Anouk
SM 4x: 1. Platz für Lars, Karl, Tristan, Bendix
2. Platz für Gregor, Janis, Emil, Adrien
SF/M 4x: 1. Platz für Johanna, Zoe, Simon, Flo
500 m (Sonntag)
SF 4x: 1. Platz für Susanne, Silke, Sophie, Anna
3. Platz für Amélie, Ella, Judith, Anouk
SM 4x: 1. Platz für Lars, Karl, Tristan, Bendix
2. Platz für Gregor, Janis, Emil, Adrien
SF/M 4x: 1. Platz für Johanna, Zoe, Simon, Flo
SF/M 8+: 2. Platz für Susanne, Silke, Sophie, Amélie, Lars, Bendix, Karl, Tristan, Zoe








